Krebs – Zwischen Bangen und Hoffen

Henning Mankell ist im Alter von nur 67 Jahren gestorben. Der Autor der beliebten „Wallander“-Romane starb in der Nacht zum 5. Oktober an einem Krebsleiden. Anlass auf eine Krankheit zu blicken, die noch immer für viele einen großen Schrecken bedeutet. Es war der 28. Januar 2014, als Mankell im Interview mit einer schwedischen Tageszeitung berichtete, dass er an Krebs erkrankt sei. Tumore seien in Hals und Lunge entdeckt worden, sie hatten schon ausgestrahlt. Und auch, wenn der weltweit beliebte Krimiautor den Kampf gegen die Krankheit verloren hat: sein Beispiel gibt vielen Betroffenen Kraft. Bis zuletzt zeigte sich Mankell optimistisch, plante sogar eine größere Reise. „Meine Angst ist sehr groß, aber ich kann sie im Großen und Ganzen unter Kontrolle halten“, zitierte ihn die schwedische Zeitung Göteborgs Posten. Auch über seine Krankheit gab Mankell öffentlich Auskunft – erst in einer Zeitungskolumne, später in seinem Buch „Treibsand – Was es heißt, ein Mensch zu sein“. Er wolle aus der Perspektive des Lebens schreiben, nicht des Todes, so seine Maxime. Mankell ermutigte damit seine Leser dazu, eine schwere Krankheit nicht zu verstecken, sondern die damit verbundenen Ängste und Schmerzen, aber auch Hoffnungen offen zu kommunizieren. Und so die Welt ein wenig menschlicher zu machen. Jeder zweite Krebspatient dauerhaft geheilt Patienten, die mit der Diagnose „Krebs“ konfrontiert werden, sollten nicht mutlos in die Zukunft blicken. In Deutschland kann mittlerweile jeder zweite Patient dauerhaft geheilt werden, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) berichtet. Diesbezüglich hat die Forschung große Fortschritte gemacht: noch vor 40 Jahren konnten weniger als 30 Prozent auf eine Heilung hoffen. Prävention und Früherkennung bleiben wichtig, weil eine Behandlung im Frühstadium die Chancen auf Heilung deutlich erhöht. Deshalb gilt: regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gehen! Bei bestimmten Versicherungstarifen, etwa einer sogenannten Schwere-Krankheiten-Versicherung, kann eine Wartezeit für Krebserkrankungen bestehen. Diese Policen sind gleichsam unter dem englischen Namen „Dread-Disease-Versicherung“ geläufig. Zwar zahlen die Anbieter dieser Verträge an ihre Kunden einen hohen Einmalbeitrag aus, wenn eine im Vertrag vereinbarte Erkrankung auftritt. Viele Policen bieten so auch für bestimmte Tumorerkrankungen im fortgeschrittenen Stadium Schutz. Aber bestand die Tumorerkrankung schon während der Wartezeit und hatte der Versicherungsnehmer hiervon Kenntnis, erlischt der Versicherungsschutz. Finanzielle Absicherung für das Krebsrisiko Finanziell bedeutet Krebs ein großes Risiko. Muss die Person ihren Beruf aufgeben, springt eine private Berufsunfähigkeitsversicherung mit monatlichen Rentenzahlungen ein. Hier ist zu beachten, dass die gesetzliche Erwerbsminderungsrente in der Regel nur ein „Teilkaskoschutz“ ist und nicht alle entstehenden Kosten deckt. Auch eine Tagegeldversicherung schafft finanzielle Sicherheit, wenn ein Patient aufgrund von Chemotherapie oder langen Reha-Maßnahmen im Beruf pausieren muss. Die Dread-Disease-Versicherung wurde bereits angesprochen. Angehörige lassen sich mit einer Risikolebensversicherung absichern, wenn der Erkrankte doch vorzeitig aus dem Leben scheidet. Henning Mankell war ein Mensch, der trotz Krankheit optimistisch nach vorne blickte. „Wenn Sie Flügel haben, fliegen Sie“, sagte er der Wochenzeitung Die Zeit. Diese positive Einstellung bescherte ihm trotz Krankheit noch viele glückliche Tage.

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