[Versicherungen] Pflegebedürftig zu werden, kann in Deutschland ein reales Armutsrisiko bedeuten – für den Betroffenen, aber ebenso für seine Angehörigen. Durchschnittlich rund 15.500 Euro jährlich mussten bereits Ende 2007 in der höchsten Pflegestufe aus privaten Mitteln aufgebracht werden: was eigentlich zur Altersversorgung oder für die Kinder gedacht war, ist im Pflegefall rasch verloren.
Dabei steigt das Risiko, häusliche oder stationäre Pflege zu benötigen, überdurchschnittlich: eine immer längere Lebenserwartung in Kombination mit dem anhaltenden Trend zu Single-Haushalten lässt den Bedarf an professioneller Pflege stetig wachsen.
Doch wer privat vorsorgen will – für sich selbst oder Angehörige, deren Pflege er sonst einmal wird zahlen müssen, steht in der Praxis vor dem Problem der so genannten Gesundheitsprüfung: Fragen nach Gesundheitszustand und Krankheitsgeschichte im Versicherungsantrag machen für eine wachsende Zahl von Menschen den Versicherungsschutz unmöglich oder unbezahlbar.
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