Geschlossene Flugzeugfonds (Flugzeugbeteiligungen)
Der weltweite Luftverkehr wächst ständig. Bestand die globale Flugzeugflotte 2006 noch aus 18.000 Maschinen, so rechnet einer der beiden größten Flugzeughersteller Boeing für 2026 bereits mit einer Gesamtflotte von rund 36.000 Maschinen, und das nicht ohne Grund:
Bei einem angenommenen Wachstum der Weltwirtschaft von 2006 bis 2026 von durchschnittlich 3,1 Prozent jährlich erwartet man ein durchschnittliches Wachstum der Passagierzahlen vom 4,5 Prozent jährlich, der Luftfracht von 6,1 Prozent jährlich und des gesamten Flugverkehrs von 5,0 Prozent jährlich.
(Quelle: The Boeing Company, Current Market Outlook 2007)
Die wachsenden Mittelschichten in Ländern wie Indien und China werden diesen Prozess sowohl bei Passagieren wie bei Fracht auf längere Sicht vorantreiben.
Investitionsgegenstand von Flugzeugfonds sind daher ein oder mehrere Flugzeuge, die entweder neu oder gebraucht erworben und dann an Fluglinien oder Logistikunternehmen verchartert (vermietet) werden, um zum Ende der Laufzeit wieder verkauft oder ggf. verschrottet zu werden. Damit ist in der Regel nicht die Auslastung der Maschinen erfolgsrelevant, sondern vielmehr die Charterraten des Marktes, die wirtschaftliche Situation des einzelnen Charterers (z. B. einer Fluggesellschaft) sowie der Restwert der Maschine zum Ende der Beteiligung. Dabei spielen die Triebwerke bei Flugzeugen eine besondere Rolle, weil diese bei guter Wartung praktisch keinen Wertverlust über die Zeit erleiden und so bei einer Verschrottung in der Regel separat veräußert werden.
Ein Flugzeugfonds kann in Passagiermaschinen ebenso wie in Frachtmaschinen investieren oder Maschinen aus beiden Segmenten mischen, um sich konjunkturunabhängiger aufzustellen. Auch die Demontage, Aufbereitung und Wiederveräußerung von Triebwerken alter Maschinen kann Bestandteil einer Flugzeugfondsstrategie sein.
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