Direktinvestments: Geldanlage als Eigentümer abseits der Finanzmärkte

Wer in der Streuung seines Vermögensportfolios auf Aktien, Anleihen oder Rohstoffe setzt, kommt an Investmentfonds kaum vorbei; wer an Millionenschweren unternehmerischen Projekten teilhaben möchte, nutzt Alternative Investmentstrategien in Form von Beteiligungen.

Daneben gibt es jedoch noch einen dritten Weg, der einen ebenso sinnvollen Beitrag zu einer attraktiven und breit gestreuten Geldanlage leisten kann: das so genannte Direktinvestment.

Dabei meint „direkt“, dass es sich um keine Fonds- oder ähnliche Struktur handelt, sondern der Anleger unmittelbar in ein Wirtschaftsgut investiert, indem er es für eine festgelegte Zeitspanne als Eigentümer erwirbt und in der Regel zugleich einem Dritten gegen eine vereinbarte Mietzahlung zum Gebrauch überlässt. Am Ende der Laufzeit wird das Wirtschaftsgut vom Anleger zurückerworben, und die Investition ist beendet.

Zwei typische Beispiele:

Seit Jahrzehnten bewährt hat sich das Container-Direktinvestment. Hierbei erwirbt der Investor mehrere Container als Eigentümer, überlässt dieser aber wiederum einen Dienstleister zur Nutzung. Dieser Dienstleister betreibt als Geschäft die Vermietung von Containern an weltweite Logistikunternehmen. Denn selbst die größten Spieler im Transportgeschäft decken nicht den gesamten Bedarf durch eigene Container ab – dies würde unnötig Kapital binden. Vielmehr wird nicht selten rund die Hälfte des gesamten Containerbedarfs kurzfristig angemietet; ein attraktives Geschäftsfeld für die Container-Vermietungsdienstleister, die wiederum durch die Hilfe der Direktinvestment-Anleger ihren Kapitalbedarf für die Containerbereitstellung besser steuern können. Dabei kann es dem einzelnen Anleger völlig egal sein, ob seine Container sich aktuell konkret im Einsatz befinden oder nur herumstehen: Er erhält über die gesamte Laufzeit die fest vereinbarte Mietzahlung des Vermietungsdienstleisters, der ihm am Ende der Zeit dann auch die Container wieder abkauft.

Noch einfacher als bei Containern gestaltet sich beispielsweise ein Diamanten-Direktinvestment. Denn hier wird, ähnlich wie bei Goldmünzen, ganz einfach nur Eigentum an Diamanten erworben; jedoch mit einem Einkaufsvorteil von 30 bis 40 % gegenüber dem Einzelhandelspreis beim Juwelier. Da Diamanten weder ein börsennotierter Rohstoff sind, noch es entsprechend Fonds, Zertifikate oder Optionen auf sie gibt (sogenannte Derivate), entwickeln sich die Preise von Diamanten – abhängig von Schliff und Farbe gruppiert – ungewöhnlich ruhig und stetig. Erhebliche Wertschwankungen, wie man sie über die Jahre bei Gold und Silber beobachten konnte, gab es in der Vergangenheit so nicht. Der Direktinvestor erwirbt hier die Diamanten also als eine passive Anlage, um vom steigenden Wert und dem Inflationsschutz zu profitieren – laufende Vergütungen erfolgen nicht. Ganz nach Wahl kann er die Diamanten dabei im schweizerischen Zollfreilager verwahren, sich ausliefern lassen oder zu einem beliebigen Zeitpunkt wieder veräußern.

In der Praxis sind Direktinvestments in die unterschiedlichsten Wirtschaftsgüter möglich – gerne informieren wir Sie bei Interesse ausführlicher über die aktuellen Möglichkeiten und Angebote.

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