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Was für Investmentfonds gibt es?


Mit einem Topf kann man grundverschiedene Dinge kochen, und mit einem Fonds ganz unterschiedliche Investmentstrategien umsetzen: in beiden Fällen kommt es entscheidend darauf an, was drin steckt.

Einen wesentlichen Unterschied gibt es zunächst zwischen sogenannten geschlossenen Fonds und Publikumsfonds:

Geschlossene Fonds, oft auch Beteiligungen genannt, sind in der Regel bestimmte Projekte mit einer festen, meist mehrjährigen Laufzeit wie beispielsweise Immobilien, Schiffe oder Filme. Das während der Zeichnungsfrist investierte Kapital ist über die Laufzeit des Projektes gebunden, dafür kann der Anleger in der Verlustphase des Projektes von steuerlich geltend zu machenden Verlustzuweisungen profitieren. Und läuft das Projekt erfolgreich, schüttet die Beteiligung anschließend entsprechende Renditen aus. Entwickelt sich das Projekt aber schlechter als erwartet, hat der Anleger kaum Möglichkeiten, zu reagieren.

Publikumsfonds hingegen sind gemanagte Portfolios aus vielen verschiedenen Wertpapieren oder Objekten, deren Anteile täglich gekauft und verkauft werden können. Sie sind der typische Fall einer Fondsanlage und werden meist direkt mit dem Schwerpunkt ihrer Anlagetätigkeit bezeichnet, also danach, was für ein Gericht sie in ihrem Topf kochen:

Aktienfonds legen das Geld ihrer Investoren in Aktien bestimmter Unternehmen an. Wird beispielsweise in Unternehmensanteile rund um den Globus investiert, spricht man von einem internationalen oder weltweit anlegenden Aktienfonds.

Rentenfonds haben nichts mit dem Ruhestand zu tun, sondern kaufen verzinsliche Anlagen wie zum Beispiel Bundesanleihen oder Schuldverschreibungen von Unternehmen. Weil hier üblicherweise regelmäßige Zinszahlungen anfallen, werden diese Papiere finanzmathematisch als Renten bezeichnet. Im englischen Raum spricht man von .

Besonders für kurzfristige Geldanlagen bieten Geldmarktfonds und sogenannte geldmarktnahe Fonds Zinserträge bei hoher Sicherheit und täglicher Verfügbarkeit – sie ähneln insofern einem Tagesgeldkonto.

(Offene Immobilienfonds) halten ein Portfolio verschiedener Objekte wie Bürogebäude, ermöglichen aber dennoch den täglich Ein- und Ausstieg.

Hinweis: In Ausnahmesituationen können offene Immobilienfonds einen Rücknahmestopp für Ihre Anteile aussprechen, also für eine gewisse Zeit keine Gelder an Anleger zurückzahlen. Diese Maßnahme kann erforderlich werden, weil die Anlageobjekte, in die der Fonds investiert – eben die Grundstücke und Gebäude– nicht täglich handelbar und damit liquidierbar sind und „Notverkäufe ” sich negativ auf ihren Wert auswirken würden. Um dies zu vermeiden, erlaubt das Gesetz den Fonds, die Rücknahme von Anteilen für eine Frist von maximal insgesamt zwei Jahren auszusetzen, wenn durch starke Mittelabflüsse (institutionelle Investoren legen teilweise hunderte von Millionen in solche Fonds an und ziehen diese möglicherweise auch kurzfristig wieder ab) die liquiden Mittel unter 5 Prozent des Fondsvermögens sinken. Eine solche Situation trat z. B. bei der Mehrzahl der offenen Immobilienfonds in Deutschland im Oktober 2008 ein.


Mischfonds (gemischte Fonds) haben, wie der Name schon sagt, verschiedene Anlageklassen im Depot, also zum Beispiel rund 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Renten. Die Anteile der verschiedenen Anlageklassen können je nach Fondspolitik relativ festgelegt sein oder auch erheblich schwanken.

Dachfonds investieren nicht in einzelne Aktien oder Anleihen, sondern stellen ihr Portfolio wiederum aus anderen Aktien-, Renten-, Geldmarkt- oder Immobilienfonds (sog. Zielfonds) zusammen. Im Englischen heißen sie daher auch „fund of funds“ (Fonds, der aus Fonds besteht).

Seit Anfang 2004 sind auch Hedge-Fonds am deutschen Markt zugelassen. Sie nutzen die größeren Freiheiten (jedoch auch größeren Risiken) beispielsweise von Termingeschäften oder sogenannten Leerverkäufen (short selling), um sich in möglichst jeder Marktphase profitabel zu positionieren und über alle Marktbewegungen hinweg einen absoluten Ertrag zu erwirtschaften. Wegen der erheblichen Ausfallrisiken im Einzelfall sind für Privatanleger jedoch bislang nur Dach-Hedge-Fonds vorgesehen. Diese investieren ihrerseits in mehrere verschiedene Hedge-Fonds, um das Risiko zu verteilen.
Vertiefende Information: Was sind Hedge-Fonds und welche Strategien verfolgen Sie?


Mehr über Fonds und wie Sie davon profitieren können, erfahren Sie gerne auf Anfrage.

 


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Letzte Änderung: 10.02.2009

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