Wie funktioniert ein Investmentfonds?
Der Begriff Fonds entstammt dem Französischen und bezeichnet für bestimmte Zwecke gehaltene Geldmittel (Sondervermögen). Ein Fonds ist also eine Art Geldtopf, der für bestimmte Aufgaben vorgesehen ist.
Im Falle der Investmentfonds ist dieser Topf das sogenannte Sondervermögen, also das Geld verschiedener Anleger, das die Fondsgesellschaft streng vom eigenen Vermögen zu trennen hat. Und die Aufgabe ist die Investition des Sondervermögens, um Erträge zu erwirtschaften und den Wert des Fonds zu steigern. Die einzelnen Anleger legen Gelder in den Topf (das Sondervermögen) ein und erhalten dafür eine bestimmte Anzahl Anteile am Fonds. Um den Rest brauchen sie sich im Prinzip nicht mehr zu kümmern.
Wie und in was investiert wird, legen die Anlagerichtlinen des jeweiligen Fonds fest, die im Verkaufsprospekt beschrieben werden. Ein Fonds also keineswegs wie der andere: Jeder arbeitet anders und investiert in andere Projekte oder Wertpapiere. Innerhalb der Richtlinien des Fonds entscheidet das Fondsmanagement, eine oder mehrere Personen, über die konkreten Maßnahmen: Welche Aktien also zum Beispiel gekauft und welche verkauft werden.
Für Investmentfonds gelten in Deutschland strenge gesetzliche Auflagen und Richtlinien (so z. B. das deutsche Investmentgesetz und die europäische UCITS-III-Richtlinie). Ihre Zulassung zum Vertrieb bedarf der Erlaubnis durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

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Funktionsweise eines Investmentfonds - vereinfachte Darstellung
(Klick für größere Ansicht)
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