Wie riskant sind Anlagen in Investmentfonds?
Generell sind Geldanlagen in Fonds deutlich weniger riskant, als würden Sie einzelne Aktien oder Anleihen kaufen. Denn erstens streut ein Fonds das Risiko über mehrere verschiedene Werte (bei Aktienfonds in der Regel zwischen 50 und 100 Titel). Und zweitens überprüft das Fondsmanagement ständig die Aussichten und Bewertungen der einzelnen Positionen und passt die Portfoliostruktur gegebenenfalls an. Dabei greifen Fondsgesellschaften in der Regel auf hochspezialisierte Analystenteams zurück, die im jeweiligen Zielmarkt vor Ort angesiedelt sind. Oft – besonders bei so genannten quantitativen Managementkonzepten – werden auch computergestützt wesentliche Kennzahlen von Märkten und Unternehmen laufend analysiert und bewertet.
Dennoch sind auch Fonds natürlich den Wertschankungen der einzenen Anlageobjekte unterworfen. Wie stark ein Fonds dabei im Wert schwankt oder auch Verluste erleidet hängt davon ab, was er enthält (siehe auch: Was für Fonds gibt es?). Moderne Fondskonzepte wie die so genannten Alternativen Investmentfonds versuchen durch ihre Strategien hingegen, genau diese marktabhängigen Schwankungen zu vermeiden und dafür eine moderate aber möglichst stabile positive Rendite zu erwirtschaften.
Zwei Faustformeln helfen bei der Risikoeinschätzung. Erstens: Je höher die Renditechance (verglichen mit dem allgemeinen Marktzins) eines Fonds ist, umso größer ist auch das Risiko, wenigstens vorübergehend Verluste zu erleiden. Zweitens: Je kurzfristiger die Geldanlage erfolgt, umso größer ist das Risiko, aus Wertschwankungen (sog. Volatilität) des Fonds Verluste zu erleiden.
Wer nur für ein paar Wochen oder Monate Geld anlegen möchte, wählt also besser einen Fonds mit geringerer Renditeerwartung und geringer Volatilität. Also beispielsweise einen Geldmarkt- oder geldmarktnahen Fonds.
Wer hingegen z. B. für zehn Jahre oder länger einen Betrag zur Wertsteigerung anlegen will, kann höhere Renditeerwartungen und auch eine höhere Volatilität in Betracht ziehen. (So besagt beispielsweise die Statistik, dass das Verlustrisiko eines Aktienfonds umso stärker gegen Null strebt, je mehr die Anlagedauer sich 13 Jahren annähert.) Je nach persönlicher Risikoneigung und Marktlage kommen hier Aktienfonds, Rentenfonds oder eine Kombination in Frage.
Für Zeitspannen dazwischen, aber auch generell, empfiehlt sich ein ausgewogenes Portfolio verschiedener Fonds, das am besten alle Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und alternative Investments wie z. B. offene Immobilienfonds enthält. Die Erfahrung zeigt, dass die richtige Kombination aus Wertpapieren (hier Fonds) mit unterschiedlichem Schwankungsverhalten unter Risiko-Rendite-Aspekten langfristig erfolgreicher ist als jeder einzelne Titel für sich. Auf dieser Erkenntnis basiert die moderne Portfoliotheorie.
Besondere Vorsicht sollte man bei einzelnen Anlagen in reine Themenfonds wie Biotech-, Rohstoffe oder Hochtechnologie walten lassen. Diese sind als Einzelanlage teilweise extremen Schwankungen unterworfen und mitunter als hochriskant einzustufen. Als Beimischung, z. B. 5-10 Prozent, können diese Themen jedoch durchaus für ein Depot geeignet sein.
Mehr über Fonds und wie Sie davon profitieren können, erfahren Sie gerne auf Anfrage.
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