Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ)
„Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?” Schauen Sie in die Statistik und entscheiden Sie selbst: Jedes Jahr werden in Deutschland rund 250.000 Frauen und Männer berufsunfähig. „Jeder Vierte scheidet vor Erreichen der Altersgrenze wegen Berufs- und Erwerbsunfähigkeit aus dem Berufsleben aus”, lautet die Beobachtung eines Experten für Berufsunfähigkeit (BU).
Hauptursachen sind Herz-, Kreislauf-, Skelett-, Muskel-, Bindegewebs-, psychische oder Krebsleiden – bei Frauen entfallen 75 Prozent, bei Männern 80 Prozent aller Frühverrentungen auf eines oder mehrere diese Krankheitsbilder. Doch wie geht es dann finanziell weiter?
Staatlich abgesichert bei Berufsunfähigkeit? Rund 80 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland glauben das noch immer, wie eine Studie der des Münchener Instituts Infratest Burke zeigte. Die Realität aber sieht leider ganz anders aus. Wessen Berufsunfähigkeit nicht direkte Folge eines Arbeitsunfalls ist, muss mit erheblichen Einbußen rechnen (siehe Schaubild unten).
„Eine der wichtigsten privaten Versicherungen” Traurig aber wahr: Wer keine private Vorsorge getroffen hat, erlebt in der Regel eine böse Überraschung. Daher zählen BU-Versicherungen (eigenständig) oder BU-Zusatzversicherungen (BUZ, mit einer Lebens- oder Rentenversicherung gekoppelt) mittlerweile auch bei unabhängigen Verbrauchermagazinen zu den dringenden Empfehlungen. Beispiel FINANZtest (Stiftung Warentest): „Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigsten privaten Versicherungen. Sie brauchen eine, wenn Sie auf Ihr Gehalt angewiesen sind.”

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|  Die staatliche Erwersunfähigkeitsrente
Quelle: BfA/Cash
(Klick für größere Ansicht)
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Einen langjährigen Partner sollte man gründlich auswählen
Eine BU-Versicherung zu einem späteren Zeitpunkt zu wechseln, kann schwierig oder unmöglich sein – denn nicht selten verschlechtert sich das gesundheitliche Risiko aus Sicht eines Versicherers im Verlauf der Jahre. Die Entscheidung für einen bestimmten Versicherer und Tarif ist daher durchaus als eine Lebensentscheidung zu bezeichnen.
Für die Wahl des „richtigen” BU-Partners sind aber weit mehr Faktoren zu berücksichtigen als nur der Beitrag: Wie stuft welcher Versicherer Ihren Beruf und das damit verbundene Risiko ein? Wie verbraucherfreundlich sind die Tarifbedingungen? Welche einzelnen Vertragsklauseln sind wichtig für Sie, und wie sind diese bei verschiedenen Versicherern ausgestaltet? Wie finanzstark ist der Versicherer? Welche Gestaltungsmöglichkeiten bieten einzelne Tarife?
Hilfreich können hier Ratings großer Agenturen sein, die unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte entsprechende Versicherungen vergleichen. Allerdings können solche Tabellen bestenfalls eine grobe Orientierung bieten. Denn im Einzelfall müssen die Bedingungen des einzelnen BU-Tarifs zu Ihrer persönlichen Situation passen, und der konkrete Versicherungsbeitrag hängt zudem vom Ergebnis der individuellen Risikoprüfung mit Gesundheitsfragen ab.
Ein geeigneter BU-Vorschlag erfordert einen systematischen Analyseprozess Im Internet können Sie an vielen Stellen sogenannte „BU-Vergleiche” anfordern: Anhand weniger Kriterien erstellen Ihnen die Anbieter hier eine einfache Beitragsübersicht verschiedener Versicherer, eventuell noch versehen mit einem allgemeinen Rating. Ob einzelne Tarife dieses Vergleichs mit all ihren Klauseln zu Ihrer persönlichen und beruflichen Situation, Ihren Wünschen, Ihrer weiteren Entwicklung und zu Ihrem Gesundheitszustand bzw. Ihrer Krankengeschichte passen, verrät Ihnen diese Übersicht allerdings nicht. Im Gegenteil: Sind Sie nicht 100-prozentig gesund und schon immer gewesen (und nach aller Lebenserfahrung sind das nur sehr wenige Menschen), kann der allgemein günstigste Versicherer für Sie persönlich deutlich teurer werden als ein anderer. Denn jeder Versicherer prüft die gesundheitlichen Risiken anders und kalkuliert andere Risikozuschläge. Einen tragfähigen BU-Vorschlag kann daher nur eine gründliche Analyse liefern, in deren Mittelpunkt nicht allgemeine Beiträge oder Ratings stehen, sondern Sie.
Wie erstellt investmentpartner® einen Vorschlag? Falls Sie sich schon einmal von anderen einen BU-Vorschlag haben erstellen lassen, werden Sie vermutlich feststellen, dass wir sehr viel mehr Fragen stellen als andere und BU-Verträge und Klauseln ausführlicher erklären als andere.
Und einen genauen Versicherungsbeitrag nennen wir Ihnen erst ganz zum Schluss. Warum? Weil es anders gar nicht geht:
- 1. Ermittlung des individuell passenden BU-/BUZ-Tarifs
Die vielen verschiedenen BU- und BUZ-Tarife sollen nicht einfach nur verwirren: jeder Tarif regelt in seinen Bedingungen einzelne Fragen wie das Berufsbild oder das Anerkennungsverfahren ein wenig anders. Viele Versicherungstarife erhalten Bestnoten in den bekannten Ratings – und dennoch sind sie teilweise wichtigen Details sehr unterschiedlich. Überdies ist nicht jedes Kriterium gleichermaßen wichtig im Praxisfall, manche Einzelregelungen können im Leistungsfall gravierende finanzielle Bedeutung haben, andere weniger. investmentpartner® spricht diese Merkmale mit Ihnen durch und ermittelt mit Ihnen gemeinsam, was Ihnen wirklich wichtig ist. - 2. Prüfung der Finanzstärke und Erfahrung des Versicherers
Bieten mehrere Versicherer einen geeigneten Tarif für Ihre Absicherung an, ist im zweiten Schritt ihre Finanzkraft und Erfahrung zu vergleichen. Denn nur ein finanziell leistungsstarker und im BU-Bereich erfahrener Versicherer kann Ihre Absicherung auch dauerhaft gewährleisten und den Leistungsfall professionell und ohne unfaire Verzögerungstaktik regulieren.
- 3. Erhebung der Gesundheitsfragen
Mindestens ebenso wichtig wie der richtige Tarif ist die gründliche Vorbereitung auf die sogenannte Risikoprüfung. Denn Grundlage für den Versicherungsbeitrag ist stets das individuelle Versicherungsrisiko und nicht einfach nur die Zahl aus einer Beitragstabelle. Es müssen also alle Daten erfasst werden, die aus Sicht der Versicherers risikorelevant sind, und eventuell unklare Befunde in den Krankenakten möglichst im Vorfeld einer Antragstellung geklärt werden. Verschweigen oder Verharmlosen kann sich hier bitter rächen: Denn so richtig gründlich prüft ein Versicherer Ihre Krankengeschichte erst im Leistungsfall. Treten dann Ungereimtheiten auf oder werden Diagnosen bekannt, die Sie schon im Antrag hätten angeben müssen, kann die Gesellschaft unter Umständen die Leistung verweigern.
- 4. Voranfrage beim gewünschten Versicherer für einen konkreten Vorschlag
Generell empfiehlt sich vor einer Antragstellung stets eine Vorabanfrage beim Versicherer: Zwar führt der Versicherer dabei keine Arztanfragen durch (d. h. alle Unterlagen müssen selbst vorgelegt werden), dafür hat eine eventuelle Ablehnung keine negativen Folgen. Erst jetzt äußert sich der Versicherer zu Ihrem persönlichen BU-Schutz und nennt einen konkreten Beitrag – und nur dieser Beitrag hat auch tatsächlich Aussagekraft für einen Vergleich mit dem Ergebnis der Voranfrage bei einem anderen Versicherer, falls Sie dies wünschen.
Nur alle vier Schritte, gewissenhaft und sachkundig absolviert, führen zu einem verlässlichen Ergebnis für Ihre persönliche Vorsorge. Und natürlich stehen wir Ihnen während des gesamten Analyseprozesses unterstützend zur Seite.
Anforderung eines Vorschlags Ihren persönlichen Vorschlag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie direkt hier anfordern.
Übrigens: Sollte Ihnen aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen keine BU-Versicherung möglich sein, oder sollte Ihr Berufsbild die Frage einer objektiven Berufsunfähigkeit schwer feststellbar machen, bietet sich als alternativer Absicherungsweg ein Blick auf die Schwere-Krankheiten-Vorsorge oder die Grundfähigkeitenversicherung an.

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