Stürze – das Hauptunfallrisiko im eigenen Haushalt

(verpd) Eigentlich fühlt man sich in der Regel zu Hause am sichersten. Doch gerade hier werden jedes Jahr hierzulande weit mehr als drei Millionen Personen durch Unfälle so schwer verletzt, dass sie eine medizinische Behandlung benötigen. Die Hauptursache dieser Haushaltsunfälle sind Stürze. Schon mit wenigen Maßnahmen sind solche Unfälle jedoch vermeidbar.

Nach Hochrechnungen und Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verletzen sich jedes Jahr weit mehr als drei Millionen Personen in Deutschland bei Haushaltsunfällen. Das sind über drei Mal so viele wie bei Arbeitsunfällen und sogar rund acht Mal mehr wie bei Verkehrsunfällen.

Laut der Initiative Aktion Das sichere Haus e.V. (DSH) sind allein über 85 Prozent aller Haushaltsunfälle Stürze. Einer der häufigsten Sturzgefahren sind die Verwendung von ungeeigneten Steigmitteln wie einem Stuhl, das Ausrutschen auf nassen oder rutschigen Böden oder auch das Stolpern über herumliegende Gegenstände. Viele dieser Sturzunfälle sind nach Angaben von Experten jedoch vermeidbar. Entsprechende Tipps enthält beispielsweise die kostenlos herunterladbare DSH-Broschüre „Zu Hause sicher leben“ sowie der DSH-Webauftritt.

Sicheres Arbeiten in der Höhe

Wer beispielsweise Arbeiten in der Höhe zu erledigen hat, sollte stets eine geeignete Steighilfe wie eine Leiter oder einen dafür vorhergesehenen Tritt nutzen und sich auf keinen Fall auf einen Stuhl oder ein anderes Möbelstück, eine Fensterbank oder eine Getränkekiste stellen.

Beim Einsatz einer Leiter gilt es Folgendes zu beachten: Grundsätzlich sollte man mit beiden Beinen einen sicheren Stand auf der Leiter haben. Außerdem sollte die Leiter auf einem ebenen und nicht rutschenden Untergrund stehen. Anlegeleitern stehen nach Expertenaussagen am sichersten, wenn sie in einem Winkel von etwa 75 Grad zur Wand aufgestellt werden.

Zudem sollte man sich auf einer Leiter nicht zu stark nach links oder rechts beugen, um an die gewünschte Arbeitsstelle zu kommen, da dann die Gefahr besteht, dass man das Gleichgewicht verliert. Stattdessen sollte man heruntersteigen und die Leiter umstellen, um an die notwendige Arbeitsposition zu gelangen. Schwere Kübel oder Werkzeuge, die an die Leiter angehängt werden, können diese ebenfalls zum Kippen bringen.

Gegen das Stolpern und Ausrutschen

Eine hohe Rutschgefahr geht von nassen oder rutschigen Treppen und Böden aus. Daher sollte man frisch geputzte Boden und Treppen umgehend nach der Nassreinigung trockenwischen. Das gilt auch, wenn eine Flüssigkeit versehentlich auf den Boden oder auf Treppenstufen verschüttet wurde. Sind beispielsweise Steinböden, Holztreppen und Steinstufen sehr glatt, können fest verklebte Teppichfliesen oder auch spezielle rutschsichere Teppichunterlagen oder rutschsichere Teppiche die Sturzgefahr minimieren.

Eine hohe Stolpergefahr geht von auf dem Fußboden oder auf Treppen herumliegenden Gegenständen wie Flaschen, Taschen, Zeitungen, Spielzeug oder Schuhen aus. Dies ist daher dringend zu vermeiden. Auch Verlängerungskabel oder Kabel von Elektrogeräten, die am Boden liegen, sowie hochstehende Teppichkanten oder Holzdielen können schnell zur Stolperfalle werden und sind daher zu beseitigen.

Wichtig ist auch eine gute Ausleuchtung der Räume, da anderenfalls gerade bei Dunkelheit viele Gefahren übersehen werden, die bei Helligkeit normalerweise kein Problem darstellen. Sinnvoll sind neben einer ausreichenden Beleuchtungsstärke auch schnell reagierende Lichtschalter oder Bewegungsmelder, die das Licht sofort einschalten, wenn man den Raum betritt oder sonst eine Bewegung im Raum erkannt wird. Grundsätzlich sollten auch genügend Haltemöglichkeiten wie Treppengeländer und bei Senioren auch Haltegriffe im Bereich der Badewanne vorhanden sein.

Finanzielle Sicherheit nach folgenschwerem Unfall

Trotz aller Vorsicht kann es zu Hause oder auch in anderen Bereichen zu einem Unfall mit eventuell bleibenden gesundheitlichen Schäden kommen. Die private Versicherungs-Wirtschaft bietet entsprechende Absicherungslösungen an, um in so einem Fall nicht auch noch vor finanziellen Problemen zu stehen, da die gesetzliche Absicherung in der Regel nicht ausreicht.

Eine private Unfallversicherung schützt im Gegensatz zu einer gesetzlichen Unfallversicherung zum Beispiel rund um die Uhr, also sowohl bei Unfällen im Beruf und in der Schule als auch in der Freizeit und in der eigenen Wohnung. Je nach Bedarf versicherbar sind unter anderem eine frei wählbare Kapitalsumme und/oder Rentenleistung im Invaliditätsfall. Für Kinder empfiehlt sich auch eine Invaliditäts-Versicherung, die nicht nur bei bleibenden Gesundheitsschäden infolge eines Unfalles, sondern auch bei einer durch Krankheit verursachten Invalidität leistet.

Bei Arbeitnehmern kann eine private Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits-Police die entstehenden Einkommenseinbußen bei einer unfall-, aber auch bei sonstiger krankheitsbedingten Erwerbs- oder Berufsminderung ausgleichen. Gerne helfen wir bei der Klärung, welche Absicherungslösungen die individuell sinnvollsten sind.


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