Jetzt dem Fahrrad auf den Zahn fühlen

(verpd) „Wer rastet, der rostet“, das weiß schon der Volksmund. Und dieser Spruch gilt nicht nur, aber eben auch für Fahrräder. Viele von ihnen standen nämlich in den letzten Wochen und Monaten ungenutzt herum, zum Beispiel in Kellerräumen, in Garagen oder Schuppen. Rost, korrodierte Kabelverbindungen, festgerostete Bowdenzüge sowie platte Reifen sind nur einige der Folgen.

Jetzt ist es Zeit, das Fahrrad wieder aus dem „Winterschlaf“ zu holen, wobei sich die notwendigen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten mit ein wenig handwerklichem Geschick, Zeit und dem notwendigen Werkzeug durchaus selbst durchführen lassen.

Worauf man dabei achten sollte, hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) in einem PDF-Dokument zusammengestellt, das kostenlos heruntergeladen werden kann.

Erst putzen, dann kontrollieren

Folgende Werkzeuge sollte man für den Check bereitstellen: Wassereimer, Putzmittel, Kettenöl, Bürste, Zahnbürste, Luftpumpe mit Manometer und idealerweise ein Multifunktionswerkzeug für Fahrräder. Einen Hochdruckreiniger braucht man übrigens nicht.

Los geht es mit einer gründlichen Reinigung. Gernot Epple vom ADFC Baden-Württemberg empfiehlt hierfür Spülmittel und einen Neutralreiniger sowie warmes Wasser. Eine weiche Bürste oder eine Zahnbürste, mit der sich der Schmutz auch an schwer zugänglichen Stellen entfernen lässt, erleichtert die Aufgabe. „Zähe Verkrustungen können mit (Fein-)Öl oder speziellen Pflegeölen entfernt werden“, ergänzt er und rät gleichzeitig von der Benutzung eines Hochdruckreinigers ab, „da er die Radlager beschädigen kann.“

Nach der Reinigung steht die Sichtprüfung an, wobei man hierfür das Rad auch umdrehen und auf Lenker und Sattel stellen kann. Nun gilt es, den Rahmen, die Reifen und Speichen sowie den Lenker nach Defekten abzusuchen, wobei vor allem den Reifen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Diese dürfen nicht beschädigt oder spröde sein und müssen zur eigenen Sicherheit über einen ausreichenden Reifendruck verfügen. Tipp: Der minimale und maximale Reifendruck ist oft auf der Flanke des Reifens vermerkt und liegt zumeist zwischen 3,5 und 4,5 bar.

Kette pflegen, Verkehrssicherheit sicherstellen

Nach der Reinigung sollte man sich der Fahrradkette widmen und diese schmieren. Epple empfiehlt hierfür die Verwendung eines hochwertigen Kettenöls und warnt: „Lebensmittel-Öle sind tabu. Sie zersetzen sich unter Druck und können verkleben.“ Außerdem sollte man das Lenkkopflager kontrollieren, also das Lager, das die Gabel drehbar mit dem Rahmen verbindet. Dieses darf kein Spiel aufweisen, wenn man den Lenker bewegt. Sollte dies der Fall sein, muss es nachgestellt werden.

Zu guter Letzt sind alle Lichter, Klingel, Bremsen und die Schaltung auf Funktionsfähigkeit zu kontrollieren, ebenso wie die Bremsbowdenzüge, die Bremsbeläge und die Schaltzüge – also alles, was für ein verkehrstüchtiges Fahrrad notwendig ist. Was das im Detail ist, hat der ADFC in einem Schaubild zusammengestellt.

Eine detaillierte Checkliste enthält auch der kostenlose Ratgeber „Das sichere Fahrrad“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).


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