Keine Panik der Bürger in Sachen Finanzen

(verpd) Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Bürger hierzulande trotz der Coronakrise nicht vorhaben, ihr Spar- und Konsumverhalten zu ändern. Ein Grund dafür dürfte auch sein, dass die Mehrheit der Befragten in naher Zukunft keine wesentlichen Veränderungen bei der finanziellen Situation des eigenen Haushaltes erwartet.

Trotz der Coronakrise bleiben die Bürger hinsichtlich der eigenen Finanzen zum Großteil gelassen, auch wenn die Mehrheit davon ausgeht, dass es mindestens zwei, drei oder noch mehr Jahre dauern wird, bis die allgemeinen wirtschaftlichen Folgen dieser Krise überwunden sind. Zu diesen und anderen Ergebnissen kommt eine seit fast 20 Jahren quartalsweise durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Forsa Politik-und Sozialforschung GmbH im Auftrag einer Investmentgesellschaft.

Befragt wurden zur aktuellen Studie Anfang bis Mitte Mai diesen Jahres 500 Erwachsene, die in ihrem Privathaushalt Finanzentscheidungen treffen und mindestens über eine Geldanlage verfügen. So ist etwas mehr als jeder dritte Befragte, im Detail 37 Prozent, der Ansicht, dass es länger als drei Jahre dauern wird, bis die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Corona-Pandemie überwunden sind. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) rechnet jedoch damit, dass dies bereits in zwei bis drei Jahren der Fall sein wird.

Die Mehrheit rechnet nicht mit finanziellen Einbußen

Fast drei von vier Befragten, konkret 72 Prozent, erwarten in den kommenden sechs Monaten keine Veränderung der finanziellen Situation im eigenen Haushalt. Zwölf Prozent sind sogar der Meinung, dass eine Verbesserung ihrer Finanzen eintritt. Allerdings waren es bei einer gleichen Umfrage im ersten Quartal 2020 mit 23 Prozent noch fast doppelt so viele. Zudem rechnen aktuell 16 Prozent mit einer Verschlechterung ihrer Finanzen – und damit doppelt so viele wie noch vor drei Monaten.

Allerdings waren in der globalen Finanzkrise 2009 rund 20 Prozent und im vierten Quartal 2002 – zeitnah nach der Dotcom-Blase – sogar 32 Prozent der Ansicht, dass sich ihre Finanzsituation verschlechtert. Die Umfrage ergab auch, dass aktuell die Mehrheit der Bürger, nämlich 83 Prozent, nicht vorhaben, ihr Spar- und Konsumverhalten zu ändern. 70 Prozent der Verbraucher, die eine Geldanlage haben, fürchten zudem aktuell nicht um die Sicherheit ihrer Rücklagen.

Sichere Geldanlagen bevorzugt

Insgesamt zeigt die Befragung zudem, dass die Bürger weiterhin Wert auf eine sichere Geldanlage legen. Entsprechende Geldanlageformen, die auf das persönliche Sparziel und die gewünschte Vorsorgestrategie abgestimmt sind, gibt es unter anderem von der Versicherungswirtschaft.

Selbst wer der Meinung ist, derzeit nicht über genügend Einkommen zu verfügen, um sparen zu können, sollte einen Experten zurate ziehen. Denn nicht selten gibt es für bestimmte Sparziele wie für die Altersvorsorge auch staatliche Förderungen zum Beispiel in Form von Geldzulagen oder Steuerersparnissen, sodass man bereits mit wenigen Euro Eigenkapital sinnvoll vorsorgen kann.


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