Zahl der Neugeborenen sinkt weiter

(verpd) Die Anzahl der Kinder, die hierzulande auf die Welt gekommen sind, hat letztes Jahr den niedrigsten Wert seit 2015 erreicht. Zudem ist die Geburtenrate zum dritten Mal in Folge gesunken. Da damit auch der Anteil der älteren Bürger im Vergleich zu den jüngeren weiter steigt, wirkt sich dies voraussichtlich auf die gesetzliche Rentenhöhe der aktuell Erwerbstätigen negativ aus.

Die Zahl der in Deutschland geborenen Kinder ist 2019 gegenüber 2018 um rund 9.400 auf 778.100 zurückgegangen. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) jüngst mit. Das ist der niedrigste Wert seit 2016. 2016 gab es knapp 792.100 Neugeborenen – der höchste Wert seit 1997.

Die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer (Geburtenrate), die zeigt, wie viele Kinder im Durchschnitt eine Frau während ihres Lebens zur Welt bringt, verminderte sich laut Destatis zufolge insgesamt von 1,59 in 2016 und 1,57 in 2017 und 2018 auf 1,54 in 2019. Zwischen der Wende 1990 und 2015 war die Geburtenrate sogar noch niedriger als von 2016 bis 2019 und lag 1994 sogar bei nur 1,24 Kinder je Frau.

Geburtenrate in fast allen Bundesländern rückläufig

Regional gesehen war die Geburtenrate letztes Jahr in allen Bundesländern bis auf Bayern mit 1,55 und Bremen mit 1,60 rückläufig. In den beiden letztgenannten Ländern verharrte die Geburtenquote laut Destatis auf dem Niveau des Vorjahres. Für Bremen und Niedersachsen weisen die Statistiker mit 1,60 Kindern je Frau die höchste Geburtenhäufigkeit aus, in Berlin war sie mit 1,41 Kindern je Frau am niedrigsten.

Wie Destatis weiter mitteilte, werden Frauen immer älter, bis sie ihr erstes Kind gebären. Auf Zehnjahressicht ist das Durchschnittsalter bei der Erstgeburt von 28,8 Jahren auf 30,1 Jahre in 2019 gestiegen. Dabei geht die Schere zwischen den Bundesländern von 28,9 Jahren in Sachsen-Anhalt bis 31,2 Jahre in Hamburg auseinander.

Die Rente und die fehlenden Erwerbstätigen

Da trotz einer Geburtenrate, die seit 2016 höher ist als von 1990 bis 2015, immer noch mehr Menschen sterben als geboren werden und zudem die Bürger immer älter werden, wird nach Expertenaussagen das künftige gesetzliche Nettorentenniveau noch niedriger sein als bisher. Denn trotz der leicht steigenden Einwohnerzahl, die auch letztes Jahr nur durch eine Zuwanderung vom Ausland erreicht wurde, nahm laut Destatis das Durchschnittsalter der Bevölkerung um 0,1 Jahre auf 44,5 Jahre zu – damit ist auch der Anteil der älteren Menschen gegenüber den jüngeren gestiegen.

Aufgrund dieses demografischen Wandels müssen künftig immer weniger Erwerbstätige für immer mehr Rentner und wegen der steigenden Lebenserwartung auch für eine längere Rentendauer aufkommen. Bereits jetzt erhält ein sogenannter Standardrentner, der die Regelaltersgrenze erreicht und 45 Jahre lang einen Verdienst in Höhe des Durchschnittseinkommens aller gesetzlich Rentenversicherten hatte, weniger als die Hälfte seines bisherigen Einkommens als gesetzliche Altersrente.

Deshalb wird für den Einzelnen eine frühzeitige private Absicherung für das Alter sowie gegen die Risiken Pflegefall und Berufsunfähigkeit immer wichtiger. Auch wer glaubt, aktuell keine finanziellen Mittel dafür zur Verfügung zu haben, sollte sich einmal unverbindlich beraten lassen. Viele Möglichkeiten erkennt man oftmals erst durch eine gründliche Expertenanalyse.


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